Rotfelder Wanderer erkunden den Bodensee
Ebhausen-Rotfelden, 06. Sept. 2008. Ein reizvoller Ausflug mit einer Wanderung am Bodensee und anschließender Besichtigung der Wasseraufbereitungsanlage der Bodensee-Wasserversorgung auf dem Sipplinger Berg erlebten 51 Vereinsmitglieder und Gäste des Wandervereins Rotfelden. Die Wanderschar startete um 8.30 Uhr in Rotfelden mit dem Bus. Weitere Zusteigemöglichkeiten, rund um den Einzugsbereich des
Wandervereins, wurden angeboten in Ebhausen, Nagold-Iselshausen, Mötzingen und Bondorf. Nachdem alle Teilnehmer zugestiegen waren, begrüßte Vorsitzende Waltraud Süßer die Wanderschar und freute sich über das große Interesse an diesem Ausflug. Nach der Vorstellung des Tagesablaufes ging es in zügiger Fahrt über die Bodensee-Autobahn Richtung Schwäbisches Meer. Im Hegau lockerten die Wolken auf und die Sonne zeigte sich den Rotfeldern von ihrer freundlichen Seite. Gegen 11 Uhr erreichten die Wander die Gemeinde Fischbach und wurden freudig begrüßt.Die Wanderkameraden vom Bodensee hatten drei schöne Wanderstrecken mit 5, 10 oder gar 20 km Länge ausgesucht. Vor der Streckentrennung führten alle drei Strecken gemeinsam ein Stück weit am Bodensee entlang. Nach der Wanderung saßen die Rotfelder noch gemütlich beisammen, bevor es dann
weiterging nach Sipplingen zur Wasseraufbereitungsanlage. Zu Beginn der Führung konnten die Wanderer in einer
Multivisionsschau viel Wissenswertes in Zusammenhang mit der Wasseraufbereitung erfahren. Zusätzlich zu den Erklärungen während der Führung waren noch große Schautafeln und Reliefs in den verschiedenen Betriebsräumen angebracht, um das Wissen zu vertiefen. Der Rhein führt dem Bodensee große Mengen von naturbelassenem Schmelz- und Regenwasser aus dem alpinen Einzugsgebiet zu. Jährlich durchströmen 11,5 Milliarden
Kubikmeter Wasser den Bodensee. Das Trinkwasser aus dem See hat hervorragende Nutzungseigenschaften.
Das Rohwasser wird in 60 m Tiefe im Überlinger See entnommen und durch drei große Pumpen über stählerne Druckleitungen mit einem Durchmesser von 1,30 m in die 310 Meter höher gelegene Aufbereitungsanlage gefördert. Bis zu 9.000 Liter pro Sekunde können gefördert werden, die in einem riesigen Kuppelbau in das „Quellbecken“ gespeist werden. Dieses
„Quellbecken“ war die erste Station der Besichtigungstour. In nur drei Aufbereitungsstufen werden Mikroorganismen und Schwebstoffe entfernt. In der ersten Stufe sind zwölf Mikrosiebe mit einer Maschenweite von 15 Mikrometern rund um das Quellbecken angebracht, die kleinste Algen und Schwebstoffe entfernen. In der nächsten Stufe erfolgt eine Zugabe von hochaktivem Sauerstoff (Ozon), um das Wasser zu entkeimen. In der riesigen, langen Filterhalle wird in unzähligen Becken in der dritten Stufe das Wasser mithilfe von Sandschnellfiltern, unterstützt durch die Zugabe geringer Mengen Eisensalz, vollständig von Trübstoffen befreit. Nun kann das Wasser, unter Zugabe von etwas Chlor, die „Reise“ durch ein Leitungsnetz von 1.700 km Länge zu den Verbrauchern antreten. Alle Teilnehmer durften am Ende der Führung noch ein Glas Wasser kosten und das Trinkglas mit nach Hause nehmen.
Nach dieser lehrreichen Führung ging es noch zur Schlusseinkehr ein in gutes Landhotel in den Geisinger Ortsteil Kirchen, wo man diesen interessanten Ausflug noch einmal Revue passieren lassen konnte. |